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Hilfe gegen Mobbing

Lesezeit: ca. 5 Min
Inhaltsverzeichnis

    Hilfe gegen Mobbing

    Dumme Sprüche im Klassenchat, Gerüchte, die verbreitet werden, oder das Gefühl, dass niemand dich mag: Mobbing und Diskriminierung verletzen sehr und machen einsam. 

    Mobbing funktioniert, weil das Umfeld es zulässt. Es gibt Täter und Opfer, aber auch Menschen die wegschauen oder nichts sagen und Mobbing so mitermöglichen, oft aus Angst, sonst selbst gemobbt zu werden. 

    Als Opfer ist es so schwer, sich gegen Mobbing zu wehren, weil man gefühlt allein gegen eine Gruppe steht.

    Was ist Mobbing?

    Wenn jemand über längere Zeit absichtlich und wiederholt angegriffen, ausgegrenzt oder erniedrigt wird, ist das Mobbing. 


    So sieht Mobbing oft aus:
    • Beleidigungen, Beschimpfungen, fiese Kommentare
    • Gerüchte verbreiten oder jemanden bloßstellen
    • Ausgrenzen aus der Gruppe oder ignorieren
    • Körperliche Gewalt oder Drohungen
    • Sachen wegnehmen oder beschädigen
    • Cybermobbing: Beleidigende Nachrichten oder Kommentare, bloßstellende Fotos oder Videos verbreiten, Fake-Profile erstellen, jemanden aus Gruppen-Chats ausschließen

    Mobbing ist Stress pur. Es kann dich körperlich und psychisch krank machen: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Angst, Traurigkeit oder das Gefühl, wertlos zu sein. Viele Menschen, die gemobbt werden, ziehen sich zurück, manche entwickeln Depressionen oder haben Suizidgedanken.

     

    Wichtig: Du bist nicht schuld daran, dass du gemobbt wirst. Egal, wie du aussiehst, dich verhältst oder bist, niemand hat das Recht, dich zu erniedrigen oder auszugrenzen.

    Menschen, die gemobbt werden, fühlen sich oft einsam. In unserem Artikel über Einsamkeit haben wir Tipps für den Umgang mit diesem Gefühl gesammelt.

    Doku-Tipps: Hier erzählen Menschen, die gemobbt wurden, wie sie aus dieser Situation herausgekommen sind

    Gruppenzwang: Wenn andere bestimmen, wer du bist
    Doku anschauen 

    Mobbing in der Schule: Ich wurde gemobbt, weil ich queer bin
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    Mobbing in der Schule: Jetzt konfrontiere ich meine Mobber!
    Doku anschauen

    Mobbing und Diskriminierung

    Oft richtet sich Mobbing gegen Menschen, die als „anders“ wahrgenommen werden, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung, Behinderung oder finanziellen Situation. Das ist Diskriminierung und verstärkt das Gefühl, nicht dazuzugehören. Doch Mobbing sagt nichts über deinen Wert aus, sondern über die Menschen, die mobben und über ein Umfeld, das es zulässt.

    Was kannst du tun, wenn du Opfer von Mobbing wirst?

    🗣️ Sprich darüber: Erzähl einer Vertrauensperson, was passiert – Eltern, Lehrern, Schulsozialarbeit, Freunden. Wenn die erste Person dich nicht ernstnimmt oder nicht hilft, versuch es bei einer anderen.

    📝 Dokumentiere: Schreib auf, was wann passiert ist, mach Screenshots bei Cybermobbing. Das hilft, wenn du später Hilfe holst oder rechtliche Schritte gehst.

    🌍 Bau dir ein weiteres Umfeld auf: Wenn die Schule gerade toxisch ist, such dir Räume außerhalb – Verein, Jugendtreff, Online-Communities zu deinen Interessen. Als safe space, indem du dazugehörst.

    🎯 Sport, Musik, kreative Projekte: Nimm dir viel Zeit für Dinge, die dir Kraft geben und dein Selbstwertgefühl stärken. Das hilft, durchzuhalten.

    🛡️ Professionelle Hilfe: Beratungsstellen können dich unterstützen, auch wenn du noch nicht weißt, was genau du brauchst.

    Anlaufstellen:
    • Schulsozialarbeit: Oft gibt es an der Schule Sozialarbeiter, die vertraulich mit dir sprechen und dich unterstützen können.
    • Nummer gegen Kummer: 116 111 (kostenlos, anonym, Mo–Sa 14–20 Uhr)
    • Telefonseelsorge: 0800 111 0111 (kostenlos, anonym, rund um die Uhr)
    • Online-Beratung: www.nummergegenkummer.de oder www.telefonseelsorge.de

    Was kannst du tun, wenn jemand anderes Opfer von Mobbing wird?

    Bitte schau nicht weg! Auch wenn du Angst hast, selbst zur Zielscheibe zu werden, es gibt Wege, zu helfen. Vielleicht traust du dich nicht, direkt in der Situation einzugreifen – das ist okay, du kannst trotzdem helfen.

    🤝 Zeig Solidarität: Stell dich auf die Seite der gemobbten Person, auch wenn es nur ein kleines Zeichen ist.

    🗣️ Sag was: „Das finde ich nicht okay/nicht witzig" kann schon viel bewirken.

    🚨 Hol Hilfe: Sprich mit Lehrern, Schulsozialarbeit oder anderen Erwachsenen!

     

    Nicht zum Mobber oder Mitläufer werden!

    Gibt es jemanden, den du ständig beleidigst, ausgrenzt oder auf andere Weise mobbst? Bitte denk daran, dass Mobbing extrem verletzend ist und bei anderen schweren Schaden bis hin zu Suizidgedanken oder Suizid anrichten kann, wie beispielsweise die Geschichte von Babsi  zeigt. Niemand hat es verdient, so behandelt zu werden. Es ist stark und für alle besser, sich seinen eigenen schlechten Gefühlen zu stellen statt sie an anderen auszulassen.

    Die Tipps oben zeigen dir, was du tun kannst, wenn du siehst, dass jemand anderes gemobbt wird.

     

     

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    zusammen
    © adobe

    Weißt du das schon über Mobbing?

    Wenn jemand über längere Zeit absichtlich ignoriert und ausgegrenzt und deshalb nicht gegrüßt wird, kann das Teil von Mobbing sein.

    Mobbing sind wiederholte, absichtliche Angriffe über längere Zeit. Die Hauptarten sind: verbales Mobbing (Beleidigungen), soziales Mobbing (Ausgrenzen, Gerüchte), körperliches Mobbing (Gewalt, Sachen wegnehmen) und Cybermobbing (in sozialen Medien gemobbt werden).

    Versuch nicht, es einfach auszuhalten in der Hoffnung, dass es von selbst aufhört. Mobbing endet selten ohne Eingreifen. Verändere dich nicht, um den Tätern zu gefallen oder sie zu beschwichtigen. Das funktioniert nicht und du bist nicht das Problem, sondern es gibt ein Machtgefälle und die Täter mobben, um sich selbst stark zu fühlen. Antworte bei Cybermobbing nicht auf Beleidigungen, das motiviert die Täter nur. Und: Schäm dich nicht, Hilfe zu holen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.