ADHS
Was bedeutet ADHS und ADS
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) und ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) sind Stoffwechselstörungen des Gehirns. Ungefähr 5 % aller Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Die Störung beginnt bereits im Kindesalter vor dem siebten Lebensjahr. AD(H)S beeinflusst die Konzentration und das Verhalten.
Doch was genau bedeutet das?
Es gibt unterschiedliche Typen der ADHS/ADS:
- Bei Mädchen zeigt sich die Störung häufig eher darin, dass sie verträumt sind.
- Bei Jungen zeigt sich die Störung häufig darin, dass sie hyperaktiv sind.
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Habe ich oder jemand, den ich kenne, ADHS / ADS?
Wer unruhig, chaotisch oder verträumt ist, hat nicht automatisch AD(H)S. Wenn die Symptome länger und in mehreren Bereichen des Lebens auftreten (zum Beispiel in der Schule und mit Freunden), könnte es sinnvoll sein, darüber mit einem Experten oder einer Expertin zu sprechen. Experten dafür sind Kinder- und Jugendpsychiater, die sich auf AD(H)S spezialisiert haben. Sie können beurteilen, ob jemand ADHS oder ADS hat.
Das sind bei Kindern und Jugendlichen typische Symptome:
🧠 Unaufmerksamkeit und Unruhe:
- sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren oder sie zu beenden, fällt schwer
- die Umgebung oder die eigenen Gedanken lenken leicht ab
- Oft vergisst man ToDos oder Termine
- Man fühlt sich innerlich oft unruhig
- Stress auszuhalten ist verdammt schwer
🚀 Hyperaktivität (bei ADHS):
- herumrennen, klettern, mit etwas herumspielen – der Bewegungsdrang ist groß
- ruhig sitzen oder entspannt bleiben? Echt schwer!
- Mit anderen reden, ohne sie zu unterbrechen? Auch echt schwer!
⚡ Impulsivität:
- erst denken, dann tun? – Häufig läuft es andersrum…
- die eigenen Emotionen und Gedanken lassen sich nur schwer einfangen
- die Stimmung kann sich sehr schnell und sehr oft ändern, manchmal wird es dann laut
👫 Wer ist betroffen?
Etwa 5 % aller Kinder und Jugendlichen, Jungen häufiger als Mädchen. Außerdem wird ADHS / ADS manchmal bei Mädchen nicht (richtig) diagnostiziert, zum Beispiel, weil es sich bei ihnen anders zeigt als bei Jungen und oft unauffälliger ist.
Wie stellt ein Arzt ADHS fest?
- Ein Arzt oder eine Ärztin spricht mit dem betroffenen Kind oder Jugendlichen und auch mit den Eltern über Symptome und den bisherigen Alltag.
- Dabei helfen spezielle Fragebögen, das Verhalten einzuschätzen.
Außerdem helfen Konzentrationstests und andere psychologische Untersuchungen, ein umfassendes Bild zu bekommen.
Wie wird ADHS bei Kinder und Jugendlichen behandelt?
Das hängt auch davon ab, wie stark jemand davon beeinträchtigt wird oder darunter leidet.
- Psychotherapie: Verhaltenstherapeutische Strategien helfen, besser mit den Symptomen umzugehen. Dabei lernt man z. B., sich besser zu konzentrieren und mit Stress umzugehen.
- Medikamente: Weil es eine Krankheit mit körperlichen Ursachen im Gehirn ist, können sie das Leben mit ADHS/ADS erleichtern.
- Elterntraining: Auch das Umfeld, also z.B. die Eltern, können unterstützen, indem sie Aufgaben strukturieren und Feedback geben.
Auch Lehrerinnen und Lehrer können betroffene Kinder im Schulalltag unterstützen.