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Challenge accepted?

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    Einleitung

    Du scrollst durch Tiktok oder Instagram und siehst eine neue Challenge, bei der auch Leute aus deinem Umfeld mitmachen. Vielleicht wirst du sogar direkt markiert. Wie kannst du mit Challenges so umgehen, dass du dich damit gut fühlst?

    Was sind Social Media Challenges?

    Social-Media-Challenges sind Aktionen oder Aufgaben, die über Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube verbreitet werden. Manchmal sind es Mutproben, manchmal tägliche Aufgaben, mal lustige Wettbewerbe. Fast immer Teil von Social-Media-Challenges: sich dabei filmen und das Video anschließend posten, damit andere es sehen und nachmachen können.

    Bild
    Social Media
    © pixabay

    Warum gibt es Challenges auf Tiktok und Co. überhaupt?

    Challenges sind Teil der Social-Media-Kultur. Ursprünglich waren es Wettbewerbe, die einfach Spaß machen und Menschen weltweit verbinden sollten, manchmal auch in Kombination damit, auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Viele Challenges entstehen, weil User kreativ sein oder sich mit anderen vergleichen wollen. 

    Positive Seiten von Social Media Challenges:

    ✨ Kreativität ausleben und neue Ideen ausprobieren

    🤝 Gemeinschaftsgefühl und Verbundenheit spüren

    💪 sportliche oder kreative Herausforderungen annehmen 

    🌍 Aufmerksamkeit für wichtige Themen erzeugen 

    Wo liegen die Gefahren bei Social Media Challenges?

    Nicht alle Challenges sind harmlos. Manche können gefährlich werden, dich unter Druck setzen oder sind schlicht illegal. Auf Tiktok und Instagram werden auch Challenges geteilt, die psychisch oder physisch riskant sind und das Gegenteil von dem auslösen, was eine gelungene Challenge ausmacht. Anstatt Spaß zu machen, lösen diese Challenges Unsicherheit aus oder sogar Angst vor der Challenge. Manchmal hat man auch Angst, was zu verpassen oder als uncool zu gelten, wenn man nicht mitmacht.

    Risiken von Social Media Challenges:
    • ⚠️ Verletzungsgefahr (z. B. bei gefährlichen Mutproben)
    • 🚫 Illegale Aktionen (Diebstahl, Sachbeschädigung)
    • 😰 Psychischer Druck durch Gruppenzwang
    • 📱 Peinliche oder private Videos bleiben im Internet

    💡 Einige Challenges wurden in der Vergangenheit zwar von Plattformen gesperrt, weil sie zu gefährlich waren. Das bedeutet aber umgekehrt nicht, dass andere Challenges ungefährlich sind, nur weil Plattformen oder Creatoren nicht vor ihnen warnen!

    Der kostenlose Dienst @FragZebra informiert, welche Risiken Challenges bergen können. Und du kannst dem Team außerdem über einen Chat Fragen stellen. 

    Checkliste: Bevor du bei einer Challenge mitmachst!

    Wer hat die Challenge eigentlich gestartet?
    Versuch rauszufinden, wer hinter der Challenge steckt. Meist sind es einfach Leute, die Spaß haben wollen. Manchmal aber auch Firmen, die damit Werbung machen oder sogar Personen, die andere vor allem im Netz öffentlich blamieren wollen.

    Was musst du für die Challenge wirklich tun?
    Klingt die Aufgabe easy und ungefährlich oder eher nach einer Mutprobe, bei der du dich verletzen könntest oder die ungewisse Folgen nach sich ziehen kann? Geh im Kopf durch, was im schlimmsten Fall passieren kann. Und auch, ob du Fotos oder Videos von dir teilen willst, die potenziell für immer im Netz bleiben.

    Was kann schiefgehen?
    Gib den Namen der Challenge bei Google oder Tiktok ein. Du findest oft Berichte oder Videos von Leuten, bei denen es schiefgelaufen ist. Viele Challenges sehen erstmal lustig aus, verursachen aber vielleicht Verletzungen oder bringen dich in Gefahr (zum Beispiel, wenn es um Alkohol, große Höhe, Lost Places usw. geht). Das gilt auch für Challenges, bei denen andere Personen bloßgestellt oder in Gefahr gebracht werden.

    Was, wenn du nicht mitmachst?
    Vielleicht fühlst du dich uncool, wenn du nicht mitmachst oder wenn du mitmachst, aber die Person, die dich herausgefordert hat, nicht übertrumpfst. Aber: Wirklich cool ist es doch, nicht aus Gruppendruck mitzumachen, sondern nachzudenken und es zu lassen, wenn du ein ungutes Gefühl hast. Und echte Freunde mögen dich auch dann noch, wenn du nicht mitmachst. Die meisten Challenges sind nach kurzer Zeit sowieso wieder out und es kommen neue auf.

    Hast du ein komisches Gefühl bei der Challenge?
    Wenn du unsicher mit einer Challenge bist, frag deine Freunde, Eltern oder andere Vertrauenspersonen um Rat, bei denen du nicht cool sein musst und weil sie dich so mögen, wie du bist – ganz ohne Challenge!

    Das hilft, um gelassener mit Gruppenzwang umzugehen:

    • Deine eigene Meinung ist wichtig und zählt am allermeisten
    • Echte Freunde akzeptieren deine Entscheidung
    • Dein Wert als Person ist nicht von Likes abhängig
    • Du kannst bei Social Media Challenges mitmachen, ohne die eigenen Grenzen zu überschreiten
    • Hol dir Unterstützung, wenn du dich überfordert fühlst: Es gibt anonyme Beratungsstellen, bei denen du dich melden kannst, zum Beispiel die Nummer gegen Kummer (0800 111 0 333, kostenlos und anonym)

    Weißt du das schon über Social Media Challenges?

    Gefahren sind z. B. Verletzungsrisiko, illegale Aktionen, psychischer Druck, dass peinliche oder private Videos dauerhaft im Internet bleiben, dass du – ohne es wirklich zu wollen – über deine eigenen Grenzen gehst oder die Grenzen anderer Personen missachtest.