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Gefahren im Internet!

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    Cybermobbing – Hass im Netz

    Das Internet ist wie eine riesige Stadt: voller bunter Plätze, spannender Treffpunkte und Orte, an denen du Neues lernen und Leute kennenlernen kannst. Aber wie in jeder großen Stadt gibt es auch dunkle Ecken und gefährliche Straßen – besonders, wenn du die Verkehrsregeln nicht beherrschst.

    Von Mobbing hast du sicher schon gehört. Wenn das Ganze im Netz passiert – über Chats, WhatsApp, soziale Medien oder Spiele –, nennt man es Cybermobbing. Das Problem: Online gibt es keine Pause. Gemeine Nachrichten erreichen dich rund um die Uhr.

    So schützt du dich oder hilfst anderen:

    📵 Sag bei Freund:innen und Bekannten: „Hör auf – das ärgert mich.“ Blockiere unbekannte Personen, die dich beleidigen, sofort.
    🧾 Mach Screenshots oder sichere Chatverläufe als Beweise.
    🤝 Steh für Andere ein, wenn du kannst. Wenn nicht, ist das auch okay, solange du Hilfe holst.
    🆘 Rede unbedingt mit einem Erwachsenen, dem du vertraust: Eltern, Lehrkräfte oder jemand vom Schulsozialdienst.

    📌Wichtig: Du bist als Opfer niemals schuld am Cybermobbing. Jeder und jede kann Opfer davon werden.

    So kannst du dich wehren gegen Gefahren und Hass im Netz:
    • Sichere Beweismaterial: Mach beispielsweise einen Screenshot von den beleidigenden Kommentaren.
    • Melde beleidigende Kommentare oder andere Inhalte, die dich stark verstören, bei der Plattform. Möglicherweise werden sie dann gelöscht.
    • Straftaten im Internet können auch angezeigt werden. Am besten du wendest dich an eine erwachsene Person, der du vertraust. Dann könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr weiter vorgeht. Schaut euch dazu gerne diese Tipps an.
    • Die Gefahren im Netz sind vielfältig. Hier findest du weitere Infos dazu, wie du damit umgehen kannst, wenn dich jemand beleidigt, erpresst oder du beispielsweise Opfer von Cyberstalking wirst.
    • Du kannst dich auch bei „respect!“ melden. Das Team kann dir helfen, auf Social Media zu beantragen, dass Beiträge gelöscht werden. Sie können dir in bestimmten Fällen auch helfen, selbst Anzeige zu erstatten.

    👉 Hier erfährst du mehr über Cybermobbing 

    Cybergrooming & Sextortion – wenn Fremde oder Bekannte Grenzen überschreiten

    Cybergrooming bedeutet, dass jemand online versucht, dein Vertrauen zu gewinnen, um dich zu Dingen zu überreden, die nicht in Ordnung sind – zum Beispiel zu sexuellen Handlungen. Das kann so aussehen:

    • Jemand schreibt dir liebe Nachrichten oder fragt nach Fotos.
    • Die Person will dich treffen, obwohl ihr euch gar nicht kennt.
    • Sie tut so, als wäre sie in deinem Alter, obwohl das meistens nicht stimmt.

    Sextortion ist eine besonders gemeine Form: Täter erpressen dich mit intimen Fotos oder Videos, die du vielleicht vor der Kamera gemacht hast. Sie fordern Geld oder weitere Bilder – sonst drohen sie, alles zu zeigen. Manchmal passiert das auch unter Jugendlichen, die sich gegenseitig mit solchen Bildern erpressen.

    So schützt du dich:

    ❌ Mach keine intimen Fotos oder Videos von dir. Teile niemals private Fotos oder persönliche Daten, auch dann nicht, wenn du glaubst, der Person vertrauen zu können.
    🔒 Chatte nicht mit Fremden und verabrede dich nie allein mit jemandem, den du nur aus dem Internet kennst. 
    🆘 Wenn dir etwas komisch vorkommt, sag sofort einem Erwachsenen Bescheid, dem du vertraust. 

     

     Denk dran: Cybergrooming ist eine Straftat. Die andere Person macht etwas Verbotenes – nicht du. 
    🛡️ Beratung und Hilfe bekommst du anonym und kostenlos bei Innocence in Danger, hier findest du ihr Angebot.

    👇 Auch dieses Video erklärt dir Cybergrooming und gibt dir weitere Tipps, wie du nicht darauf hereinfällst   https://www.youtube.com/watch?v=ggYLPUiffsU

     

    Fake News & Desinformation – wem kannst du glauben?

    Fake News sind erfundene Nachrichten, die oft wie echte Meldungen aussehen und dich verwirren, verunsichern oder beeinflussen sollen. Von Desinformation spricht man, wenn solche Falschnachrichten absichtlich verbreitet werden, zum Beispiel, um Menschen zu spalten oder Streit zu schüren.

    So erkennst du Fake News:

    🔍 Prüfe Infos auf Websites wie correctiv.org oder mimikama.at.
    💬 Schau, ob es die Nachricht bei mindestens zwei unabhängigen, seriösen Quellen gibt.
    🚩 Achte auf Warnzeichen und sei vorsichtig bei Schlagzeilen, die starke Emotionen wecken, also zum Beispiel schnell wütend oder ängstlich machen.

    📌 Tipp: Nur weil eine Nachricht oft geteilt wird, heißt das nicht, dass sie stimmt.

    Verstörende Inhalte – wenn du Bilder nicht mehr loswirst

    Manchmal stößt du im Netz auf Bilder oder Videos, die dich erschrecken oder belasten. Das können zum Beispiel Gewaltvideos, Pornografie oder Darstellungen von Selbstverletzung sein. Besonders in Gruppen-Chats oder bei weitergeleiteten Inhalten tauchen solche Dinge leider immer wieder auf. 

    So gehst du damit um:

    🔒 Nutze sichere Suchmaschinen wie fragFINN.de oder helles-koepfchen.de
    ❌ Klick sofort weg, du musst dir nichts „zu Ende anschauen.
    💬 Rede mit jemandem – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
    🚨 Melde die Inhalte bei der Plattform, oft geht das auch anonym

    📌 Wichtig: Es ist völlig normal, wenn dich solche Bilder noch länger beschäftigen. Du musst das nicht allein durchstehen.

    Daten & Privatsphäre – du entscheidest, was du preisgibst

    Viele Webseiten, Apps und Spiele wollen mehr über dich wissen, als eigentlich nötig ist. Sie fragen zum Beispiel nach deinem Alter, deinem Standort oder deinen Interessen. Diese Daten können verkauft oder für Werbung verwendet werden.

    Darauf solltest du achten:

    🔒 Achte auf das „https“ in der Adresszeile.
    📷 Überlege gut, welche Fotos oder Infos du postest.
    👻 Nutze Nicknames.
    ⚙️ Kontrolliere regelmäßig deine Privatsphäre-Einstellungen in Apps und sozialen Netzwerken.

    📌 Tipp: Auf hanisauland.de findest du viele hilfreiche Infos und Tools zum Thema Datenschutz.

    Bild
    Betrug
    © Pexels

    Vorsicht vor Phishing!

    Es gibt Kriminelle, die versuchen,vertrauliche Daten wie Passwörter abzugreifen. Sie wollen so vor allem an Geld kommen und versuchen das über das sogenannte Phishing. Das Wort setzt sich zusammen aus „Passwort“ und „Fishing“.

    ✉ Das funktioniert oft über eine E-Mail. In der E-Mail fordern sie dich beispielsweise dazu auf, auf einen Link zu klicken und dort dann deine vertraulichen Daten einzugeben.

    Die E-Mail, mit der sie das versuchen, sieht dann meist so aus als käme sie von deiner Bank oder einem Onlineshop, bei dem du einen Account hast. Aber es gibt Anzeichen dafür, dass es vielleicht Phishing ist, beispielsweise diese:

    • Du wirst in der Mail nicht mit Namen angesprochen.
    • Die Website-Adresse, auf die verlinkt wird, oder der angebliche Absender schreibt sich anders als der „echte“ Absender, auch wenn es nur ein einziger Buchstabe ist, beispielsweise „Amazun“ statt „Amazon“.
    • Die Mail ist seltsam formuliert und enthält einige Rechtschreibfehler.
    • Die Absenderadresse enthält seltsame Zusätze.
    • Es kommt dir komisch vor, dass der angebliche Absender sich mit so einem Anliegen an dich wendet.
    • Die Mail setzt dich unter Druck, fordert dich zum sofortigen Handeln auf und droht mit ernsten Konsequenzen, wenn du nichts tust.
    • Die Mail fordert dich zur Eingabe vertraulicher Daten auf, vielleicht über einen Link.
    • Die Mail enhält Anhänge, vor allem musst du vorsichtig sein bei Anhängen in Formaten wie .exe oder .scr, da sie Schadsoftware enthalten können.
    • Vorsicht auch bei Benachrichtigungen zu angeblichen Problemen mit deiner Lieferung, beispielsweise von einem Paketdienst!
    Es ist sehr wichtig, vorsichtig zu sein. So kannst du vorgehen:

    🔑 Klicke generell nicht einfach auf Links oder Anhänge in einer Mail. Tue das nur dann, wenn du dir absolut sicher bist, dass die Mail wirklich von dem behaupteten Absender ist und dass derjenige einen guten Grund hat, dich um etwas zu bitten.

    ⛔ Gib Zugangsdaten und andere sensible Daten nur auf Websites ein, die du selbst über das Eingabefeld deines Browsers aufgerufen hast, mit der echten URL.

    📞 Rufe lieber bei dem „echten“ Absender an und frage nach, ob die Mail echt ist. Aber tue das niemals über eine Nummer, die in der Mail genannt wird. Finde selbst die echte Nummer heraus. 

    🔒 Schütze deine Konten mit der Zwei-Faktor-Authentisierung. Damit kommst du nur auf dein Konto, wenn du neben dem Passwort auch noch über ein weiteres Gerät oder einen anderen „Faktor“ bestätigst, dass du zugreifen darfst. 

    Was tun, wenn du schon auf etwas geklickt hast oder Daten eingegeben hast? Sprich mit deinen Eltern oder anderen erwachsenen Personen, denen du vertraust. Schaue dir außerdem die BSI-Checkliste für den Ernstfall an oder lies dir diese Tipps durch. 

    Kostenfallen – wenn das Spiel plötzlich teuer wird

    Viele Spiele und Apps wirken auf den ersten Blick kostenlos. Doch oft fordern sie später zu In-App-Käufen auf oder man gerät in eine Abo-Falle, wo plötzlich echtes Geld verlangt wird. Auch gefälschte Gewinnspiele gehören zu den typischen Kostenfallen.

    So schützt du dich:

    📃 Lies Nutzungsbedingungen und Kleingedrucktes sorgfältig – am besten fragst du dazu deine Eltern.
    💳 Speichere keine Zahlungsdaten ohne Erlaubnis.
    🚫 Mach nicht bei Gewinnspielen mit, die persönliche Daten wollen.

    📌Tipp: Ignoriere Nachrichten wie: „Du hast ein iPhone gewonnen!. Das ist meistens Fake.