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Welche Therapieformen gibt es?

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    Manchmal ist es schwer, über bestimmte Dinge zu sprechen oder sich zu konzentrieren. Dann kann eine Therapie helfen, diese Probleme zu lösen. 

    Das kann zum Beispiel durch Spiele, Gespräche oder Übungen passieren, die Spaß machen und dir helfen, stärker und selbstbewusster zu werden. Das Wichtigste ist, dass du dich wohl fühlst und Unterstützung bekommst, damit es dir wieder besser geht.

    Psychotherapie

    Psychotherapie ist eine Art, zu helfen, wenn man sich nicht so gut fühlt oder Probleme hat, die man alleine nicht lösen kann. Dazu verbringt man Zeit mit einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin, sie unterstützen einen dabei Lösungen für die Probleme zu finden. Das kann ganz verschieden aussehen, zum Beispiel durch zuhören, reden, spielen oder Übungen. Was für dich hilfreich ist wird mit dir besprochen und abgestimmt.

    Es gibt verschiedene Arten von Psychotherapie, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Zum Beispiel:

    • Verhaltenstherapie:  Hierbei lernt man sich selbst und seine Probleme besser zu verstehen und kann Schritt für Schritt lernen seine Schwierigkeiten zu überwinden.
    • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie:  Es wird versucht herauszufinden, warum man sich so fühlt. Dabei schaut man sich auch an, was in der Vergangenheit passiert ist. Zusammen werden versteckte und offene Konflikte bearbeitet, damit man gemeinsam eine Lösung findet und es einem besser geht.
    • Systemische Psychotherapie: Dabei schaut man insbesondere auf das soziale Umfeld, in welchem die Probleme entstanden sind und wie sie sich auf die Familie, Freunde und das ganze Umfeld auswirken und man besser damit umgehen kann.
    • Analytische Psychotherapie: Man entdeckt versteckte Gefühle, um innere Konflikte besser zu verstehen und dadurch Probleme zu verbessern und zu helfen.

    Alle diese Therapien sollen dabei helfen, sich wieder besser zu fühlen und den Umgang mit Schwierigkeiten zu erlernen.

    Medikamentöse Therapie (Pharmakotherapie)

    Die medikamentöse Therapie, auch Pharmakotherapie genannt, bedeutet, dass Ärzte und Ärztinnen spezielle Medikamente verschreiben, um Menschen bei ihren psychischen Problemen zu helfen. Das ist so, wie wenn man bei einer Erkältung Hustensaft oder Nasenspray bekommt, um sich besser zu fühlen. Bei psychischen Problemen können Medikamente dabei helfen, die Gefühle wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit man sich besser konzentrieren, ruhiger sein oder weniger Angst haben kann. Wichtig ist, dass diese Medikamente nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, damit sie sicher und richtig wirken.

    Ergotherapie

    Bei der Ergotherapie werden verschiedene Dinge gemacht, um zu helfen, dass Menschen wieder besser im Alltag zurechtkommen. Es werden spezielle Übungen und Spiele genutzt, um die Hände, Finger und das Gehirn zu trainieren. Zum Beispiel kann man malen, schneiden, kleben oder bauen, um die Feinmotorik zu verbessern. Manchmal werden auch Aufgaben gemacht, die helfen, das Gleichgewicht oder die Koordination zu stärken.

    Außerdem lernen die Menschen, wie sie alltägliche Dinge wieder selbstständig erledigen können, zum Beispiel Anziehen, Essen oder im Haushalt helfen. Die Therapeuten schauen genau hin, was jemand besonders gut kann und was noch schwerfällt, und passen die Übungen individuell an. Ziel ist es, dass sich die Person wieder sicherer fühlt und mehr Freude an den Dingen hat, die sie im Alltag machen möchte.

    Kunsttherapie

    Kunsttherapie ist eine besondere Art der Behandlung, bei der Menschen mit Hilfe von kreativen Aktivitäten wie Malen, Zeichnen, Basteln oder Modellieren ihre Gefühle ausdrücken können. Dabei geht es nicht darum, schöne Bilder zu machen, sondern darum, was man fühlt und denkt, auf eine kreative Weise zu zeigen.

    In der Kunsttherapie sprechen die Bilder und die kreativen Arbeiten oft mehr als Worte. Die Therapeuten schauen sich die Kunstwerke an und helfen den Menschen, ihre Gefühle besser zu verstehen und damit umzugehen. Das kann dabei helfen, sich besser zu fühlen, Ängste zu überwinden oder schwierige Situationen zu bewältigen.

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    kunsttherapie
     © Pexels

    Musiktherapie

    Musiktherapie ist eine Therapieform, bei der Musik genutzt wird, um Menschen zu helfen. Dabei kann man singen, Instrumente spielen, Musik hören oder sogar eigene Lieder machen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder schöne Musik zu machen, sondern darum, die Musik als Werkzeug zu verwenden, um Gefühle auszudrücken und sich besser zu fühlen. Die Musik kann dabei helfen, Stress abzubauen, Ängste zu verringern oder Erinnerungen wachzurufen. Manchmal werden auch bestimmte Lieder oder Rhythmen benutzt, um bestimmte Themen zu bearbeiten oder um die Kommunikation zu fördern. 

    Bewegungs- und Sporttherapien

    Die Bewegungs- und Sporttherapie ist eine spezielle Form der Therapie, die darauf abzielt, die körperliche Entwicklung, Beweglichkeit, Koordination und das Wohlbefinden zu fördern. Sie wird oft eingesetzt, um bei der Bewältigung von motorischen Schwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen oder gesundheitlichen Problemen zu helfen. Durch gezielte Übungen und spielerische Aktivitäten lernt man, sich besser zu bewegen, Muskeln zu stärken und Selbstvertrauen im Umgang mit seinem Körper zu gewinnen. Diese Therapie kann sowohl präventiv als auch unterstützend bei bestehenden Problemen eingesetzt werden.

     

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    Sport
     © Pexels

    Entspannungstraining

    Entspannungstraining ist eine Methode, bei der man lernt, sich bewusst zu entspannen und ruhig zu werden. Dabei werden verschiedene Techniken angewendet, wie zum Beispiel tiefe Atmung, progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen. Ziel ist es, Stress, Anspannung und Angst abzubauen und sich insgesamt wohler zu fühlen. Durch regelmäßiges Üben kann man lernen, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und sich schneller zu entspannen. Das Entspannungstraining hilft also dabei, Körper und Geist zu entspannen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

     

    Sprachtherapie

    In der Sprachtherapie werden verschiedene Übungen eingesetzt, um die Sprachfähigkeiten zu verbessern. Dazu gehören Ausspracheübungen, bei denen man lernt, bestimmte Laute oder Wörter richtig auszusprechen, sowie Wortschatztraining, um den Wortschatz zu erweitern. Auch die Satzbildung wird geübt, um Grammatik und Satzbau zu verbessern. Verstehensübungen helfen dabei, gesprochene Sprache besser zu verstehen, zum Beispiel durch das Zuordnen von Bildern zu Worten oder das Nachfragen. Für Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben gibt es spezielle Übungen, um diese Fähigkeiten zu fördern. Oft werden auch spielerische Sprachspiele genutzt, um die Motivation zu steigern und das Lernen angenehmer zu machen. Bei Stimm- oder Atemproblemen kommen Übungen zum Einsatz, die die Stimme stärken und die Atmung kontrollieren. Alle Übungen werden individuell auf die Bedürfnisse der Person abgestimmt und regelmäßig wiederholt, um Fortschritte zu erzielen und die Kommunikationsfähigkeit sowie das Selbstvertrauen im Umgang mit Sprache zu stärken.

    Tiergestützte Therapie

    Die tiergestützte Therapie ist eine besondere Form der Therapie, bei der Tiere, wie Hunde, Pferde oder andere Tiere, in den therapeutischen Prozess eingebunden werden. Ziel ist es, durch die Beziehung zu den Tieren positive Veränderungen zu bewirken. Diese Therapie kann bei Kindern, Erwachsenen oder älteren Menschen angewendet werden und hilft oft bei emotionalen, sozialen oder motorischen Problemen. Die Tiere unterstützen dabei, Vertrauen aufzubauen, Ängste abzubauen und die Motivation für die Therapie zu steigern. Es ist eine freundliche und einfühlsame Methode, die die Heilung und das Wohlbefinden fördern kann.

    Bei der tiergestützten Therapie werden verschiedene Aktivitäten mit den Tieren durchgeführt, die individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sind. 

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    Tiere
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