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Psychische Gesundheit

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    Was heißt es, psychisch gesund zu sein?

    Niemand ist immer gut drauf. Das ist normal. Wenn es dir psychisch schlecht geht, heißt das also nicht gleich, dass du psychisch krank bist. 

    Aber was genau heißt es, psychisch gesund zu sein?
    • Du kannst mit Stress, Sorgen oder schlechten Tagen umgehen.
    • Du fühlst dich mit deinem Leben meist wohl und kannst dich einbringen – sei es in Freundschaften oder Bekanntschaften, in der Familie, in Schule, Ausbildung und Arbeit. 

     Psychische Gesundheit bedeutet also mehr als nicht psychisch krank zu sein.

     Gesund mit Herausforderungen umzugehen kann also beispielsweise so aussehen:

    • Wenn du dich in der Schule ausgeschlossen fühlst und jemanden zum Reden brauchst, sprichst du mit deinen Eltern oder rufst bei der Nummer gegen Kummer an.
    • Wenn dein Crush dich abgelehnt hast, bist du zwar traurig und vielleicht eine Weile nicht motiviert in der Schule, aber du machst trotzdem irgendwie weiter mit deinem Alltag, so gut es geht.
    • Wenn du genervt bist von deinen Eltern, hältst du dich eine Weile von ihnen fern oder sagst ihnen, was dich nervt.

    Woran merke ich, ob ich eine psychische Erkrankung habe?

    Generell können nur Experten wie Psychologen und Psychologinnen oder Psychiater feststellen, ob das so ist.

    Aber es gibt Anzeichen, anhand derer du das zumindest grob einschätzen kannst:

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    • Deine Gefühle sind auf einmal und über einen längeren Zeitraum immer oder immer wieder sehr stark. Oder du hast den Eindruck, gar nichts fühlen zu können.
    • Du hast oft sehr negative Gedanken oder Gedanken, die dir Angst machen.
    • Menschen um dich herum bemerken, dass du dich stark verändert hast und dich seltsam verhältst. Vielleicht hast du aber auch den Eindruck, etwas vor ihnen verstecken zu müssen.
    Psychisch gesund sein bedeutet auch:
    • Du merkst, wenn dir etwas zu viel wird.
    • Du findest Strategien, mit Druck, Konflikten oder Rückschlägen umzugehen.
    • Du kannst Hilfe annehmen.
    Woran merkst du, dass es dir psychisch gut geht?

    Beispiele dafür können sein:

    • Du fühlst dich in deinem Alltag meistens wohl.
    • Du kannst mit anderen lachen, reden oder dich zurückziehen – je nachdem, was du gerade brauchst.
    • Du hast Ziele und Interessen und hast außerdem Menschen um dich herum, denen du vertrauen kannst.

    Warum ist die Psyche wichtig?

    Wenn es dir psychisch gut geht, kannst du besser lernen, Freundschaften pflegen, Neues ausprobieren und spüren, wenn dir etwas zu viel wird. Die psychische Gesundheit beeinflusst, wie du dich fühlst, wie du denkst, wie du mit anderen umgehst und auch, wie du Krisen bewältigst.

    Beim Thema Wohlbefinden und seelische Gesundheit geht es auch oft um Resilienz. Der Begriff bedeutet: Du kannst mit schwierigen Situationen umgehen und schaffst es, nach einer blöden Phase wieder klarzukommen. Diese Fähigkeit kann man trainieren, ähnlich wie einen Muskel.

    Wenn du spürst, dass dir über längere Zeit alles egal ist, du dich leer fühlst oder dir kaum noch etwas Freude macht, kann das ein Warnzeichen sein. Dann solltest du deine psychische Gesundheit genau beobachten.

    Psychische Gesundheit stärken: So geht’s im Alltag

    Genau so wie du auch nicht ganz verhindern kannst, dir eine Erkältung zu holen, kann auch eine psychische Erkrankung jeden treffen. Zwar nicht so oft und nicht so wahrscheinlich wie eine Erkältung, aber sich ganz davor schützen kann man nicht.

    Genau wie dem Körper kannst du deiner Psyche aber Gutes tun und so deine psychische Gesundheit stärken. Zum Beispiel: 
    • Gedanken und Gefühle mit Freunden, Eltern oder Vertrauenspersonen teilen.
    • Bewegung: egal ob Sport, Tanzen oder Spazierengehen – baut Stress ab und setzt Glückshormone frei
    • Genug schlafen: sorgt für Ausgeglichenheit und mehr Konzentration
    • Social Media bewusst nutzen: Pausen einbauen, nicht ständig vergleichen
    •  Erfüllende Hobbys oder Interessen: Musik, Natur, Zocken, Sport, kreativ sein oder ein Ehrenamt
    • Zeit mit Freunden verbringen: sich gegenseitig helfen, zusammen lachen, Neues erleben
    • Routinen: Menschen sind Gewohnheitstiere, deshalb tut ein geregelter Tagesablauf den meisten gut.
    • In der Natur sein: Frische Luft und grüne Umgebung beruhigen die Psyche.
    • Pausen machen: Das hilft, Überforderung zu vermeiden.  

    Das alles klingt vielleicht erstmal banal, doch die Psyche profitiert sehr davon.  Frage dich ganz bewusst und regelmäßig: Wie geht es mir gerade? Was fühle ich? Was brauche ich gerade?

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    Natur
    © Pexels

    Was belastet die Psyche?

    Hier ein paar Beispiele für Dinge, die der Psyche schaden können:
    • Dauerhafter Stress
    • Überforderung in Schule oder Familie
    • Mobbing
    • Einsamkeit
    • Krankheiten, traumatische Erfahrungen
    • Schlafmangel
    • Drogenkonsum
    • negative Gedanken über dich selbst
    • unrealistische Erwartungen 

    Hier bekommst du Hilfe, wenn es dir psychisch nicht gut geht:

    • Vertrauenslehrkraft, Beratungsstellen (z. B. Jugendamt, Nummer gegen Kummer: 116 111
    • Der Hausarzt
    • Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos & du musst deinen Namen nicht sagen, rund um die Uhr erreichbar)
    • Nummer gegen Kummer: 116 111 (kostenlos; Du musst den Menschen am Telefon deinen Namen nicht sagen.) 

     

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